Eine herzliche Gedenkveranstaltung „Gespräche bei Kaffee mit Kārlis Pamšem 100“ – eine Hommage an den großen Schauspieler, Regisseur, Dramatiker, Geschichtenerzähler, Theaterhistoriker und Lehrer anlässlich seines hundertjährigen Jubiläums – fand im Saal der Gemeinde Ikšķile statt. An den Gesprächen mit dem Publikum, die von Professor Jānis Siliņš geleitet wurden, nahm auch der Schauspieler Bruno Libauers teil, und gemeinsam erinnerten sie sich an das kreative Vermächtnis dieses vielseitigen Künstlers.
Kārlis Pamše hat eine glanzvolle Seite in der Geschichte des lettischen Theaters geschrieben, indem er ab 1966 als Regisseur und später als Hauptregisseur am Rigaer Operettentheater tätig war. Zu seinen Inszenierungen gehören so herausragende Operetten wie Imre Kálmáns ‚Silva‘, ‚Die Zirkusprinzessin‘, ‚Die Bajadere‘ und ‚Die Violine von Montmartre‘, Johann Strauss‘ ‚Der Zigeunerbaron‘, Raimonds Pauls ‚Schwester Kerry‘ und viele andere. Pamšes Regiestil zeichnet sich durch einen romantischen Einschlag und die meisterhafte Nutzung aller Ausdrucksmittel der darstellenden Künste aus.
Der Beitrag des Künstlers zum lettischen Theater wurde 2008 hoch geschätzt, als ihm der Preis für sein Lebenswerk für seinen Beitrag zum lettischen Theater verliehen wurde. In diesen Erinnerungen lernten die Teilnehmer und Zuschauer nicht nur Pamšes berufliche Leistungen kennen, sondern auch seine Persönlichkeit – einen großen Geschichtenerzähler und Autor mehrerer Bücher, dessen kreatives Vermächtnis weiterhin neue Generationen von Theaterkünstlern inspiriert.